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	<title>EquiZeit &#8211; Akademie für gesunde Pferde</title>
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	<description>Weiterbildungen rund um die Pferdegesundheit</description>
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		<title>Warum ich mich als Trainerin gegen den FN Trainerschein entschieden habe</title>
		<link>https://equizeit.de/trainerschein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christine Neumair]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Feb 2026 10:53:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Training]]></category>
		<category><![CDATA[FN Trainerschein]]></category>
		<category><![CDATA[Pferdetraining]]></category>
		<category><![CDATA[Trainer C]]></category>
		<category><![CDATA[Trainerausbildung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Warum ich mich gegen den FN Trainerschein entschieden habe und was gutes Pferdetraining wirklich ausmacht. Eine persönliche Einordnung aus der Praxis.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Ich wollte schon als Jugendliche Trainerin werden.</strong> Also habe ich FN Abzeichen gesammelt, viele Kurse und Lehrgänge besucht, kostenlos Unterricht gegeben und alle Pferde geritten, die ich kriegen konnte – was man halt so macht, wenn man die Laufbahn der FN Trainerlizenzen einschlägt.</p>



<p>Für mich war damals klar: <strong>Das ist der Weg</strong>, um eine gute Trainerin zu werden. Ich wollte eine <strong>fundierte Ausbildung</strong>. Nicht nur, um etwas „vorweisen“ zu können, sondern um qualifizierten Unterricht geben zu können. Nicht auf der Grundlage, dass ich vielleicht etwas besser reiten konnte als der Durchschnitt – sondern weil ich <strong>echte Expertise</strong> habe.</p>



<p>Als ich schließlich alle Voraussetzungen erfüllt hatte und mir den Trainerschein auch hätte leisten können, habe ich mir genauer angeschaut, was ich dort eigentlich lernen würde.</p>



<p>Und das war – ziemlich <strong>ernüchternd</strong>.</p>



<p>Nicht, weil ich die Inhalte schlecht fand. Sondern wegen der Inhalte, die <strong>fehlten</strong>. Das, was ich vor allem lernen wollte, war schlicht nicht im Lehrplan enthalten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was mir der FN Trainer C nicht hätte geben können</h2>



<p>Das zentrale Thema im FN Trainerschein ist die <strong>Unterrichtserteilung im Reitsport</strong> – also die pädagogische Qualifikation, Reitunterricht zu geben &#8211; auf geeigneten Lehrpferden. Aber <strong>nicht</strong>, wie man diese Lehrpferde ausbildet.</p>



<p>Und genau das war der Punkt, der mir – rückblickend – geholfen hat, den „Sinn“ des Trainerscheins zu verstehen. Denn damals habe ich ehrlich gesagt nicht wirklich verstanden, wofür er eigentlich gedacht ist.</p>



<p>Bevor du weiterliest, lass mich eines betonen: Ich will den FN Trainerschein hier nicht schlechtreden. Ich will ihn <strong>einordnen.</strong></p>



<p>Ich wollte ja <strong>nicht</strong> einfach nur Unterricht geben. Und ich wollte auch nicht das, was ich bereits beherrschte, einfach weitergeben. Ich wollte <strong>verstehen</strong>, warum ich im Training – im Sattel und am Boden – tue, was ich tue. Und fast noch wichtiger: ob das, was ich tue, <strong>überhaupt richtig ist.</strong></p>



<p>Was nützen mir erweiterte pädagogische Kompetenzen, wenn ich etwas unterrichte, das ich selbst nicht vollständig verstehe – und bei dem ich teilweise sogar<strong> Zweifel</strong> habe, ob es im Sinne des Pferdes ist?</p>



<p>Genau das war mein innerer Konflikt.</p>



<p>Und so habe ich mich damals schweren Herzens <strong>gegen</strong> den Trainerschein entschieden.</p>



<p>Mir hat wirklich das Herz geblutet. Zum einen, weil es sich anfühlte, als würde ein Traum zerplatzen. Zum anderen, weil ich keine echte <strong>Alternative</strong> kannte. Die FN ist schließlich DER Pferdesportverband – und die Trainerlizenzen entsprechend angesehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Suche nach einer guten Trainerausbildung</h2>



<p>Was danach kam, kennst du vielleicht auch: Ich war auf der Suche.</p>



<p>Ich war weiterhin auf vielen Kursen, habe mir unterschiedlichste Trainer:innen, Methoden und Reitweisen angesehen – immer mit der Hoffnung, vielleicht finde ich hier endlich <strong>das</strong> <strong>Puzzleteil</strong>, das alles zusammenfügt.</p>



<p><strong>Aber das passierte nicht.</strong> Ich folgte Anweisungen, probierte verschiedene Systeme aus und entschied oft eher nach Bauchgefühl als nach echtem Wissen, was „richtig“ war. Das echte Verstehen blieb aus.</p>



<p>Vielleicht kennst du dieses Gefühl:</p>



<p>Du sammelst Wissen, lernst neue Ansätze kennen, hörst dir unterschiedlichste Meinungen an – und <strong>trotzdem</strong> entsteht kein klarer Leitfaden. Keine übergeordnete Bewertungsgrundlage. <strong>Kein Kriterium, das dir wirklich Sicherheit gibt.</strong></p>



<p>Und irgendwann merkst du vielleicht sogar: Je mehr du lernst, desto unsicherer wirst du.</p>



<p>Genau an diesem Punkt war ich damals.</p>



<p>Irgendwann habe ich beschlossen: Wenn es mir keiner erklären kann, dann muss ich es eben <strong>selbst lernen</strong>. So bin ich in einer Ausbildung für manuelle Therapie am Pferd gelandet. Nicht, weil ich Therapeutin werden wollte, sondern weil ich die <strong>Zusammenhänge</strong> im Pferd verstehen wollte – um auf dieser Grundlage beurteilen zu können, was gutes Training wirklich ausmacht.</p>



<p>Ein Deep Dive in Anatomie, Biomechanik und Pathologie erschien mir dafür sinnvoll.</p>



<p>Und das war es auch.<strong> Ich begann, erste Zusammenhänge wirklich zu verstehen.</strong> Und ich konnte diese Erkenntnisse auf das Training übertragen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was Training und Therapie verbindet</h2>



<p>Rückblickend verstehe ich heute, warum mich die Therapieausbildung so angezogen hat: Es war der Fokus darauf, Pferden nachhaltig zu besserer Gesundheit zu verhelfen. <strong>Therapeut:innen wollen Pferde gesünder machen.</strong></p>



<p><strong>Und genau das wollte ich als Trainerin damals auch</strong>. Nicht einfach Lektionen reiten oder Pferde kontrollieren. Das konnte ich bereits. Ich war mir nur nicht sicher, ob das alles wirklich im Sinne des Pferdes war. In der Therapieausbildung habe ich zwar wenig über Training gelernt – aber ich habe verstanden, was der eigentliche Schlüssel von „richtigem“ Training ist.</p>



<p>Denn im Grunde ist es derselbe Ansatz, den auch Therapeut:innen verfolgen: die <strong>Entwicklung </strong>des Pferdes beobachten, bewerten und einordnen. Und auf dieser Grundlage die <strong>passenden Maßnahmen</strong> ergreifen. Nur dass es im Training eben nicht um manuelle Techniken geht, sondern um gezielte Trainingsgestaltung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was gutes Pferdetraining wirklich ausmacht</h2>



<p>Von da an habe ich mir in Bezug auf Pferdetraining &#8211; vor allem dann wenn ich mal wieder unsicher war &#8211; diese Frage gestellt:</p>



<p><strong>Zahlt das, was ich hier tue, auf die Gesundheit dieses Pferdes ein – oder nicht?</strong> Denn das ist es, was wirklich zählt. Das heißt natürlich nicht, dass wir dabei nicht Spaß haben oder auf bestimmte persönliche Ziele hinarbeiten! Aber eben niemals auf Kosten der Gesundheit des Pferdes. </p>



<p>Der <strong>Maßstab</strong> für &#8222;gutes&#8220; Training ist nicht eine Methode, eine Reitweise oder ein System. Sondern <strong>das Pferd selbst </strong>&#8211; seine körperliche und mentale Gesundheit. Wenn man die stets an <strong>erste Stelle</strong> stellt und sie vor allem auch <strong>korrekt bewerten</strong> kann, dann ist man zwangsläufig auf dem richtigen Weg.</p>



<p>In den FN Trainerlizenzen geht es vor allem darum, <strong>Menschen</strong> an den <strong>Reitsport</strong> heranzuführen, darin zu unterrichten und weiterführend auf die Teilnahme an Turnieren vorzubereiten. Wenn man im organisierten Reitsport tätig sein möchte, also z. B. in einem Reitverein unterrichten will, kann die FN Trainerlizenz sogar eine nötige, formale Voraussetzung sein &#8211; so wie im organisierten Sport anderer Sportarten auch. Im Fokus liegt also der (Turnier)sport. </p>



<p>Wenn ich heute auf meinen Weg zurückblicke, weiß ich ziemlich genau, was ich mir damals als <strong>Alternative</strong> gewünscht hätte: eine Trainerausbildung, deren Fokus auf dem Pferd liegt &#8211; seiner Gesundheit, seiner Lebensqualität und Lebensfreude. Das heißt Expertise in Anatomie, Biomechanik, Pathologie, Trainingslehre und nicht zuletzt auch Haltung &amp; Fütterung. Denn das ist die Grundlage um zu verstehen <em>warum</em> man etwas tut &#8211; und um überprüfen zu können, ob es dem Pferd auch wirklich gut tut. Letztlich zählt schließlich die <strong>Wirkung</strong>, nicht die Absicht. </p>



<p>Heute, etwa 15 Jahre später, darf ich gemeinsam mit meiner großartigen Kollegin genau die Ausbildung, die ich damals so dringend gesucht habe, in die dritte Runde führen – <strong>und ich freue mich sehr darauf!</strong></p>



<p>Liebe Grüße,<br>Christine</p>



<p><strong>P. S.: <a href="https://equizeit.de/angebot/ausbildung/" type="page" id="378">Hier findest du alle Infos zur Ausbildung zum Pferdegesundheitstrainer</a></strong></p>



<p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Trainingstherapie beim Pferd: Was in der Reha wirklich zählt</title>
		<link>https://equizeit.de/reha-training-fuers-pferd-was-du-al/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jenny Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Apr 2025 09:47:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://equizeit.de/?p=4781</guid>

					<description><![CDATA[<p>Reha-Training ist mehr als einzelne Übungen. Warum Trainingstherapie beim Pferd fundiertes Wissen, Erfahrung und ein geschultes Auge erfordert – und warum einfache Tipps gefährlich sein können.</p>
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<p>Da liege ich nun, mit meinem frisch operierten Fuß hochgelagert und dem Laptop auf dem Schoß und gucke schon seit 10 Minuten aus dem Fenster… Ich soll „was über Trainingstherapie“ schreiben.</p>
<p>An sich kein Problem. Wer mich kennt weiß, dass mir ein kleines Webinar schnell in eine dreieinhalbstündige Abhandlung entgleitet oder, dass ich meine Vorlesungen gerne mal überziehe, um genau zu diesem Thema meinen Physio- oder Osteo-Studenten noch mehr mit auf dem Weg geben zu können. <br />Wenn wir’s ganz genau nehmen, gibt es die EquiZeit Akademie genau deshalb, weil die Therapeuten-Ausbildungen in puncto „aktive Bewegungstherapie“ einfach viel zu wenig bis gar keine Praxiszeit veranschlagen. Deshalb bilden wir<strong><a href="https://equizeit.de/angebot/ausbildung/">Pferdegesundheitstrainer</a></strong>aus!</p>
<p><strong>„Gutes Training ist die beste Nachbehandlung.“</strong> – da glaube ich fest dran, egal ob es sich damit um Prophylaxe durch Besitzer und Trainer oder eben um Trainingstherapie durch speziell geschulte Therapeuten und Trainer handelt.</p>
<p>Aber eben mal die „10 besten Tipps fürs Reha-Training DEINES Pferdes“ rauszuhauen, das ist einfach Quatsch.</p>
<p>Es braucht schon enorm viel Wissen und Können um ein gesundes Pferd gesunderhaltend zu trainieren – die ein oder andere besorgte Pferdebesitzerin seufzt hier gerade wehmütig. Um ein erkranktes Pferd durch gezielte Trainingstherapie-Maßnahmen erfolgreich durch eine Reha begleiten zu können, dazu braucht es wirkliche Profis. Um chronisch kranke Pferde durch Trainingstherapie so fit wie möglich zu halten, braucht es außerdem ein ganz spezielles Mindset.</p>
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<p>Warum gebe ich also nicht – wie viele andere – einfach „Die beste Übung bei Spat/Sehnenschaden/Trageerschöpfung“ raus? Weil mich Click-Bait und Likes nicht interessieren (zum Leidwesen unseres Marketings 😉) und es nicht nachhaltig sein kann, völlig ungeschulten Menschen einzelne Übungen an die Hand zu geben. </p>
<p>Ich halte es sogar für <strong>fahrlässig</strong> – denn, wer sagt, dass die Diagnose richtig gestellt wurde? Wer sagt, dass es keine 2. Problematik gibt, bei der genau diese Übung eben kontraindiziert wäre? Einfaches Beispiel, wobei komplett unterschiedliche Maßnahmen indiziert sind: Arthrose der Zehengelenke vs. Sehenenproblematik (und dann noch: Fesselträger vs. OBS vs. TBS vs. Hufrollensyndrom vs. Unterstützungsband oder doch die Strecksehne?!)</p>
<p>Vieles, was dem Trageapparat guttut, stellt für erkrankte Pferdebeine aber eventuell eine Überlastung da. Und dann trainiert die motivierte Pferdebesitzerin mit ihrem „Trainingsplan Trageerschöpfung“ geradezu in den nächsten Sehnenschaden oder Spatschub rein.</p>
<p>Selbst wenn die Diagnose stimmt und es keine Nebenkriegsschauplätze gibt, wie steht es um das Wissen zu den Phasen der Wundheilung? Ab welchem Tag darf das Gewebe inwieweit gedehnt werden? Ab welcher Woche unebene Böden/Hindernisse/Trab/Wendungen/Sandböden/Galopp? Wie lange beträgt die Regenerationszeit von Sehnengewebe? Von Muskeln?<br />Zu früh zu viel, und schwubs, haben wir die Sollbruchsstelle geschaffen!<br />Zu spät und es hat sich eventuell extrem viel Narbengewebe gebildet oder der Gelenkknorpel ist durch die Unterversorgung zu dünn geworben – irreversible Vorgänge, die diese Strukturen für immer weniger belastbar machen können.<br />Zu lange in der Box gestanden und Atmung, Verdauung und Übergewicht bringen weitere gesundheitliche Probleme mit sich.</p>
<p>Zuletzt möchte ich ganz besonderes Augenmerk auf das Wissen zur Bewertung von <strong>Schmerzethogrammen</strong> (Horse Grimace Scale und Behaviors of the Ridden Horse in Pain) legen. Selbst bei Profis aus der Pferdegesundheitsbranche werden diese wissenschaftlichen Erkenntnisse noch viel zu wenig herangezogen, einfach weil sie noch kaum gelehrt werden. Dazu kommt, dass es enorm viel Übung braucht, um Schmerzmimik und Konfliktverhalten beim lebenden, atmenden, neben einem gehenden Pferd im Moment korrekt beurteilen zu können. Mit vielen verschiedenen Pferden, auch unbedingt verschiedener Rassen!</p>
<p>Denn wenn ich meinen Patienten nicht fragen kann, ob diese Steigerung der Trainingsanforderung weh tut, dann muss ich es ihm sofort ansehen können, um gegebenenfalls wieder einen Schritt zurück gehen zu können. Einem Trainingstherapeuten stehen hier das Belastungsmuster im Stand, die Ganganalyse zur Lahmheitsbewertung, die Mimik sowie die Gestik des Pferdes und die Vitalwerte (Puls, Atmung, Temperatur) zur Verfügung.<br />Steigere ich aus Angst das Pferd zu überfordern nie die Anforderungen im Training, wird das Pferd nicht mehr so belastbar wie es sein könnte.</p>
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									<p>Das heißt nicht, dass niemand sein Pferd durch die Reha begleiten kann, sondern einfach, dass ihr dringend Hilfe von einer gut <strong>ausgebildeten Trainingstherapeutin</strong> brauchen werdet, die euer Pferd kennt – es selbst regelmäßig befundet und behandelt, euch INDIVIDUELLE Trainingspläne schreibt und sie immer wieder anpasst, euch die zu genau diesem Zeitpunkt in der Genesung dieses Pferdes sinnvollen und passenden Übungen live zeigen kann und euch dabei hilft, Ganganalyse und Schmerzniveau eures Patienten kleinschrittig zu überwachen und korrekt einzuschätzen.</p>
<p>Ganz klar, das kann man alles lernen! Nur wendet euch im Akutfall erst einmal an jemanden, der das alles schon gelernt hat und erspart eurem Pferd damit unnötige Rückschritte oder Managementfehler, die unweigerlich aus Unwissenheit passieren.</p>
<p><strong>Auch ich gehe zum Profi<br /></strong>Ich selbst bin zwar natürlich ganz aktiv involviert in meiner eigenen Reha, verlasse mich aber auf das Fachwissen, nicht nur der Chirurgen/Anästhesisten/Orthopäden, sondern auch auf meinen Humankollegen, der mich gerade ganz engmaschig mit Lymphdrainage und Krankengymnastik (Mobilisationen, Massagen, Dehnung) und ab nächster Woche (Phasen der Wundheilung!) auch mit aktiver Trainingstherapie, insbesondere Muskelkräftigung und Koordination, betreut. <br />Ich vertraue meiner Thai-Masseurin, die mich mit ihrem Wissen und Können aus der mir persönlich fremden östlichen Heilkunde unterstützt.<br />Auf dem Weg zurück in die Vollbelastung werde ich mir in den nächsten Monaten gezieltes Fitness Coaching und eine Gangschule gönnen, denn ich habe fest vor wieder auf 100% Belastbarkeit zu kommen und mein Leben so zu leben, wie es mich glücklich macht. Aktiv, auf meinen Füßen, mit den Pferden!</p>
<p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Love &amp; Peace,<br /></span><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Eure Jenny</span></p>								</div>
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									<p>Willst du künftig selbst <b>qualifizierte Trainingstherapie</b> anbieten können?<br>Dann ist unsere Ausbildung zum Pferdegesundheitstrainer genau das richtige für dich:&nbsp;</p>
<p class="" data-start="956" data-end="1142"><strong><em>Bewirb dich JETZT für den Ausbildungsstart 2026!</em></strong></p>								</div>
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		<p>Der Beitrag <a href="https://equizeit.de/reha-training-fuers-pferd-was-du-al/">Trainingstherapie beim Pferd: Was in der Reha wirklich zählt</a> erschien zuerst auf <a href="https://equizeit.de">EquiZeit - Akademie für gesunde Pferde</a>.</p>
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		<title>Weidegras und Anweiden</title>
		<link>https://equizeit.de/weidegras-und-anweiden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[EquiZeit]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Mar 2025 10:38:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pferdegesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Anweiden]]></category>
		<category><![CDATA[Anweideplan]]></category>
		<category><![CDATA[Frühjahr]]></category>
		<category><![CDATA[Weidegras]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Frisches Weidegras – Fluch oder Segen für dein Pferd? Es hat endlich ein bisschen geregnet! Klingt undankbar, jetzt im Frühling? [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://equizeit.de/weidegras-und-anweiden/">Weidegras und Anweiden</a> erschien zuerst auf <a href="https://equizeit.de">EquiZeit - Akademie für gesunde Pferde</a>.</p>
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<p><strong>Frisches Weidegras – Fluch oder Segen für dein Pferd?</strong></p>

<p>Es hat endlich ein bisschen geregnet!</p>

<p>Klingt undankbar, jetzt im Frühling? Naja, für uns Pferdeleute kann es schon deshalb nicht nur Sonnenschein geben, weil wir uns gutes Graswachstum wünschen. Erst einmal um überhaupt sinnvoll anweiden zu können und mittelfristig, um im Juni/Juli gutes Altheu für unsere Pferde zu bekommen.</p>

<p>Übers Heu schreibe ich zu einem anderen Zeitpunkt noch…</p>

<p>Heute will ich euch meine Methode zum risikofreien Anweiden schildern. So handhaben wir es seit 6 Jahren am <a href="https://www.physio-equilibrium.com/spatzenhof">Spatzenhof</a> und haben bei 26 Pferden mit verschiedensten Erkrankungen noch nie eine Graskolik, einen gefürchteten Hufreheschub, eine PPID/Cushing Eskalation oder eine Lahmheit (z.B. durchs Rumhüpfen wenn’s Weidetor aufgeht) erleben müssen.<br />Gerade bei den vielen stoffwechselerkrankten Pferden, mit denen wir es leider immer mehr zu tun haben &#8211; EMS, Hufrehe, PSSM, Cushing – und den noch zahlreicheren Anwärtern mit viel zu hohen Body Condition Scores (BCS), ist es so wichtig, dass wir alle mehr verstehen über die Pferdefütterung, insbesondere welche Futtermittel viel Zucker (Fruktan ist nur eine Art von Zucker) beinhalten und warum das so ist, bzw. wie man den Zuckergehalt so niedrig wie möglich hält.</p>

<p>Deshalb schreibe ich heute übers Weidegras und das Anweiden – denn kaum ein (natürliches) Futtermittel ist eine solche Zuckerbombe wie Frühlingsgras.</p>

<p>Deshalb sei mal vorausgeschickt: Die Pferde, die aufgrund ihres akuten Übergewichts quasi 5 vor Hufrehe stehen, sollten bitte NICHT auch noch auf Gras!</p>

<p>Wir haben viele, auch Ex-Hufrehe-Pferde, am Spatzenhof erfolgreich rehabilitiert und die konnten dann auch tatsächlich, mit strengen Auflagen versteht sich, wieder mit den Kumpels auf die Weide. Aber nach mindestens 1 Jahr Stoffwechsel-Reha mit planmäßiger, weil diffiziler Diät, langsam aufbauendem, aber stringentem Trainingsplan, genau abgestimmter Naturheilkunde, wichtiger Huforthopädie, Physiotherapie und natürlich erst nach längerer Zeit erfolgreich und stabil auf Sollgewicht gehalten bei einem BCS von 5 bis maximal 6.</p>

<p>Gehen wir also davon aus, dass dein Pferd stoffwechselgesund ist – wenn auch vielleicht nicht top trainiert:</p>

<p><strong>Wann wird angeweidet?</strong></p>

<p>Das ist nicht so einfach mit einem Datum zu benennen, denn es kommt ja leider aufs Wetter an und das kann man bekanntlich nicht bestellen.<br />Deshalb, ganz grob: im April</p>

<p>In manchen Jahren haben sich Sonne und Regen so gut abgesprochen, dass am 1. April schon eine Hand hoch Gras steht. </p>

<p>Dann gibt es Jahre, da müssen wir abwarten bis sich Tag- und Nachttemperaturen angleichen, denn wenn es nachts noch Minusgrade hat und tags die Sonne auf das Gras scheint, steigt der Fruktangehalt ganz immens.</p>

<p>In wieder anderen Jahren, so auch 2025, ist es zwar schon mild, aber es fehlt uns der Niederschlag und, obwohl schon alles zu blühen beginnt, müssen wir noch ein bis zwei Wochen abwarten, bevor wir mit dem Angrasen beginnen.</p>

<p>Das Angrasen betreiben wir 3 Wochen an der Hand, gerne beim Spazierengehen oder Ausreiten – aber aufgepasst: Nicht an Feldrändern grasen lassen! Da besteht Gefahr Pestizide/Herbizide und Kunstdünger aufzunehmen. Waldränder oder Wiesenränder eignen sich da schon besser.</p>

<p>Wer keine geeignete Frühjahrskoppel mit eher kargem Bewuchs hat, praktiziert das Angrasen besser noch etwas länger an der Hand. Der wichtigste Grund für eine Frühjahrskoppel ist: sie muss „kaputt gehen“ dürfen, d.h. wenn es während der Anweidezeit mal ein paar Tage ordentlich regnet, müssen die Pferde trotzdem raus dürfen. Das häufig praktizierte abrupte Unterbrechen der Angraszeiten um die Grasnarbe zu schonen ist ein viel zu hohes gesundheitliches Risiko. Diese Wiese muss dem Stallbetreiber egal sein. Mir kann sie das sein, denn sie hat ein ganzes Jahr um sich wieder von den Pferden zu erholen.<br />Es braucht im Frühjahr eine Weidefläche ohne fetten, engstehenden Milchkuhhochleistungs-Rasen, bei uns nutzen wir zum Beispiel den Obstgarten.<br />Die Bäume sorgen dafür, dass es dort eher mosig und spärlich bewachsen und mit Wiesenkräutern durchsetzt bleibt. Außerdem fluktuiert der Fruktangehalt nicht so stark, da die Gräser durch die schattenspenden Bäume nicht zu starker Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind.</p>

<p>Um dann Anzuweiden, wenn der Fruktangehalt im Gras am geringsten ist, reicht es nicht nur die Angleichung von Tag- und Nachttemperaturen abzuwarten, es empfiehlt sich in den ersten Wochen nachmittags oder abends anzugrasen – nicht schon morgens! Sonneneinstrahlung fördert zwar die Photosynthese von Pflanzen und damit den Fruktangehalt, allerdings fluktuiert dieser über den Tag hinweg und ist ganz besonders hoch in den ersten Sonnenstunden, gerade wenn es nachts noch kalt ist, über den Tag hinweg normalisiert sich das Fruktanniveau dann.<br />Vorsicht ist nur geboten, wenn die Pflanze leidet: Frost, Dürre, Überweidung oder zu häufiges Mähen. Wenn es also ein außergewöhnlich heißer Spätfrühling mit Dürre und starker Sonneneinstrahlung werden sollte, dann lieber schon früher auf den Vormittag wechseln. </p>

<p>Erst wenn wir im Obstgarten auf 2,5 – 3 Stunden gekommen sind, geht es dann auf die Sommerweiden. Nicht nur die Anweidezeit bestimmt diese Umstellung, auch der Graswuchs: Ich hab meine Sommerweiden gerne bis zum Bauch der Pferde hoch stehen – langes Gras hat am wenigsten Zucker, spendet den darunter liegenden Schichten Schatten und erholt sich so am besten, denn die Weideflächen trocknen so nie aus. Außerdem haben Gräser und Kräuter so auch die Chance auszublühen bevor sie abgefressen werden und die Weide säht sich so selbst nach.<br />Wenn wir den Wechsel zur Sommerweide machen, gehen die Pferde auch wieder etwas kürzer raus als zuletzt auf der Frühlingsweide, erst mal mit 2 Stunden, denn neue Weidefläche bedeutet immer auch Futterumstellung, jede Wiese hat eine andere Zusammensetzung von Gräsern und Kräutern, die Boden- und Lichtverhältnisse bestimmen Nährstoffe und Zuckergehalt.</p>

<p>Auf keinen Fall sollte man eine Weide bis auf die Grasnarbe abfressen lassen – nicht nur leidet die Pflanze und speichert Zucker ein, auch wird sich diese Weidefläche nicht mehr gut erholen. Deshalb gilt bei mir das Prinzip der Umtriebweiden: Kleine Weideareale, die alle 2 – 4 Wochen wieder geschlossen werden, spätestens wenn‘s wieder nur handhoch steht oder größere Kahlschläge zu erkennen sind.</p>
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<p><strong>Fressbremsen sind ein Segen – kein Fluch!</strong></p>
<p></p>
<p>Ein ganz wichtiger Faktor für risikoarmes Anweiden sind Fressbremsen. Bei mir bekommen alle Pferde, mit vereinzelten Ausnahmen, wenigstens für die ersten Wochen eine Fressbremse auf. Diese Maulkörbe verlangsamen die Futteraufnahme so wunderbar, dass man von 30 – 50% mehr Weidezeit ausgehen kann als ohne. Wir wissen ja alle, wie wichtig der natürliche Weideschritt für die Gesundheit des Bewegungsapparates ist. Ganz abgesehen von der seelischen Ausgeglichenheit, die der Weidegang in der Herde mit sich bringt. Deshalb möchte ich natürlich, dass das Pferd möglichst lange auf die Weide darf.</p>
<p></p>
<p>Selbst wenn ein Pferd nicht zum Übergewicht neigt und keine Stoffwechselprobleme hat, vielleicht ist es sogar richtig gut trainiert und topfit, empfehle ich eine Fressbremse für die ersten Weidewochen, da die verlangsamte Futteraufnahme auch Schlundverstopfungen, Magenüberfüllungen, Dünndarmverstopfungen und Gaskoliken vorbeugt. Junges Frühlingsgras ist nämlich sehr weich und ein Pferd bekommt davon, befeuert durch die Gier, schnell mal 3 – 6 kg pro Stunde (!) runter, was natürlich den Verdauungsapparat, der momentan nur auf die deutlich langsamere Aufnahme von trockenem Heu eingestellt ist, überfordern könnte. Nicht zuletzt sollte man daran denken, dass das Pferd ein sogenannter „hind gut fermenter“ ist, das heißt seine Dickdarmabschnitte sind Gärkammern, besiedelt von Unmengen Bakterien, die ihm die Cellulose in verwertbaren Zucker umwandeln. Diese Bakterien, die sogenannte Darmflora des Pferdes, sind extrem empfindlich auf jegliche Futterumstellung. Mit einer Fressbremse und langsamen Anweiden können wir ihnen die Umstellung von Heu auf Gras erleichtern, ohne dass es zu größeren Problemen wie Gaskoliken kommen muss.</p>
<p></p>
<p>Meine eigenen, rassebedingt zu Übergewicht neigenden – PREs und Shettlands sind beide extrem gute Futterverwerter, die in härtesten Bedingungen und extrem kargen Landschaften gut zurecht kommen – tragen ihre Fressbremsen bis zur Mahd des Altheus (Ende Juni/Anfang Juli) oder kommen sogar erst ab Juli auf die Umtriebweiden. </p>
<p></p>
<p>Die meisten Rehagäste tragen die Fressbremse bis Mitte Juni, manche nur bis kurz nach der Umstellung auf die Sommerweiden – je nach individueller Situation, besonders je nach Sollgewicht und BCS sowie Neigung oder Historie von Stoffwechselerkrankungen. Übrigens: Wir wiegen die Pferde immer im April oder Mai, also zum Start der Weidesaison, dann nochmals im Oktober/November, am Ende der Saison – im Idealfall halten sie ihr Sollgewicht genau. Kleinere Fluktuationen dürfen sein, größere nicht.</p>
<p>In diesem Sinne &#8211; keine Angst vorm Anweisen, mit dem richtigen Plan startet dein Pferd entspannt in die Weidesaison.</p>
<p>Love &amp; Peace<br />Jenny </p>
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